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Bleaching
Die Angst vor dem Zahnarzt ist heute mehr eine psychologische Frage, denn eine, die mit Fakten untermauert werden könnte. Aber dies war nicht immer so. Schon in der Indus-Kultur wurden Zähne im 3. Jahrtausend vor Christus behandelt. Der Ebers-Papyrus weist Zahnbehandlungen in Ägypten im 16. Jahrhunder vor Christus nach und für die Antike und das Mittelalter gibt es zahlreiche Belege für zahnmedizinische Techniken. Eine der schauerlichsten Technik war das Kautern der Karies und der Nerven. Dabei wurde mit einem Brenneisen das erkrankte Gewebe abgetötet, was in der Regel zur Bewusstlosigkeit des Patienten führte. Mit Arsenpaste wurde dann im Anschluss der freiliegende Nerv behandelt, um ihn absterben zu lassen. Das Ergebnis war, dass der Schmerz verschwand, wenigstens dann, wenn der Patient wieder aus seiner Bewusstlosigkeit erwachte. Als Schmerzmittel wurden manchmal Chloroform, Äther oder Lachgas verwendet, wenn es denn zur Verfügung stand. Den ausgebildeten Zahnarzt gab es im Mittelalter nicht, sondern die so genannten Bader, eine Art Allround-Mediziner, kümmerten sich auch um alle Fragen der Zahnmedizin. Die überlieferten Bezeichungen als "Zahnreißer" und Zahnzieher" lassen erahnen, dass ein Besuch beim Doktor kein Vergnügen war. Besonders unangenehm wurde es, wenn man den Verlust von Zähnen zu beklagen hatte. Wenn das Gebiss mit der Zeit Lücken aufwies, gab es lange Zeit kaum adäquate Hilfe. Erst im 18. Jahrhundert benutzte man die Zähne von Schafen, Hunden und Pavianen als Zahnersatz, bevor es im 19. Jahrhundert zum ersten Mal künstliche Zähne gab. Dieser kleine Ausflug in die Geschichte lässt erahnen, welchen Segen die moderne Zahnmedizin den Menschen gebracht hat. Heute kann man sich vor jeder schmerzhaften Behandlung wirksam betäuben lassen und die nachträglichen Unannehmlichkeiten mit Schmerzmitteln bekämpfen. Auch wenn trotz aller modernen Technik ein Zahnarztbesuch wohl nie zum reinen Vergnügen werden wird, ist die Hürde für einen Besuch im Vergleich zu früheren Zeiten doch deutlich niedriger geworden. Zahnärzte haben heute vielfältige Aufgaben, die weit über das Einbringen von Füllungen mit Amalgam oder Keramik hinausgehen. Die professionelle Zahnreinigung ist nur ein Beispiel für den großen Bereich der Vorbeugung von Erkrankungen. Dazu gehört auch, neben den kosmetischen Aspekten, das Tragen von Zahnspangen, gerade im Kindesalter. Fehlstellungen von Zähnen können auf Dauer zu ernsten Problemen unterschiedlichster Art führen. Eine rein kosmetische Behandlung ist dagegen das Bleaching, das in den letzten Jahren sehr in Mode gekommen ist und bei dem die Zähne aufgehellt werden. Das Portal der Zahnmedizin bietet dazu und zu vielen anderen Themen fundierte Informationen.

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